Wie steht´s um unsere psychische Gesundheit?

Die An­zahl der psy­chi­schen Er­kran­kun­gen ist in den letz­ten Jah­ren durch Krisen enorm ge­stie­gen. Belastung, wie die Angst um den Ar­beits­platz oder der wirtschaftliche Druck, führen zu Stres­ser­kran­kun­gen bis hin zum Bur­nout. Diese Krankheiten kos­ten den Unternehmen und dem Gesundheitssys­tem nicht nur viel Geld, sie er­hö­hen auch das Ri­si­ko bei den ge­sun­den Mit­ar­bei­ter­In­nen.

 

Diese Zah­len und Da­ten zur Ent­wick­lung der psy­chi­schen Ge­sund­heit in Österreich zeigen, warum die Betriebliche Gesundheitsförderung und Primärprävention dringend notwendig sind:

  • Die psy­chi­schen Be­schwer­den sind in Österreich dras­tisch ge­stie­gen. Ins­ge­samt haben sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten die psy­chi­schen Be­schwer­den als Ur­sa­che für Kran­ken­stän­de ver­dop­pelt. Inzwischen sind psy­chi­sche Er­kran­kun­gen sogar die Haupt­ur­sa­che für In­va­li­di­tät! Ein Drit­tel al­ler Pen­si­ons-Neu­zu­gän­ge geht auf ge­sund­heit­li­che Pro­ble­me zu­rück. 2010 gab es fol­gen­de Grün­de für Neu­zu­gän­ge der In­va­li­di­täts­pen­si­on: Ur­sa­che psy­chi­sche Er­kran­kung bei 8.500 Per­so­nen, Mus­kel-Ske­lett-Er­kran­kun­gen bei 6.500 Per­so­nen, Herz-Kreis­lauf­er­kran­kun­gen bei 1.200 Per­so­nen.

 

Im Fehlzeitenreport 2012 des WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) werden die Zusammenhänge zwischen Unternehmenskultur und Krankenständen dargestellt. Die Kurzfassung finden Sie hier zum Download:


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Erschreckende Situation in ganz Europa

An der TU Dresden führte ein Forschungsteam eine Ana­ly­se von For­schungs­da­ten aus 30 Län­dern durch. Sie stell­ten fest, dass 40 Pro­zent der eu­ro­päi­schen Be­völ­ke­rung an psy­chi­schen Stö­run­gen lei­det. Da­bei ste­hen an ers­ter Stel­le De­pres­sio­nen, ge­folgt von Angst­stö­run­gen und Such­ter­kran­kun­gen.

 

Was können wir dagegen tun?

In ei­ner Lang­zeit­stu­die der Uni Tel Aviv fan­den For­scher, die über 20 Jah­re hin­weg 820 Men­schen im Al­ter zwi­schen 25 und 65 Jah­ren un­ter­suchten, her­aus, dass ein gu­tes Ver­hält­nis zu Kol­le­gIn­nen und Vor­ge­setz­ten nicht nur glück­lich macht, son­dern so­gar zu ei­nem ge­sun­den, län­ge­ren Le­ben füh­ren kann. So­zia­le Kon­tak­te, Freund­lich­keit und die Möglichkeit über berufliche und persönliche Probleme zu sprechen sind gesundheitsförderlich und steigern unsere Lebenserwartung!