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Italien: Über Sonnenblumenfelder und Wochenmärkte

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Für dich erstellt von Marie

Es ist Donnerstag. Schon der 5. Tag meines 1-monatigen Aufenthalts in den Marken, also an der Ostküste Mittelitaliens. Ein wunderschönes Fleckchen Erde – und allemal einen Besuch wert. Und ein Buch! Aber das schreibe ich erst, wenn ich alles gesehen habe, was auf meiner Sightseeing-Liste steht. Und die ist ganz schön lang … 😊

Heute steht Offida auf dem Plan.

Offida ist „uno dei 10 borghi più belli”, also einer der 10 schönsten Orte dieser Region. Wie ein Gugelhupf thront das mittelalterlich anmutende Städtchen hoch oben auf dem Hügel, inmitten von saftig grünen Weinbergen und gelb blühenden Sonnenblumenfeldern. Eine Freude fürs Auge des glücklichen Touristen, der den Blick nicht von der Linse seines Fotoapparats lösen kann, weil sich hinter jeder Ecke ein neues tolles Fotomotiv bietet. Genau so eine Touristin bin ich auch. Und ich werde alle meine Berichte und Artikel über diese Reise kräftig mit schönen Bildern würzen, damit du das Gefühl hast, an meiner Seite mitzureisen.

Donnerstag ist Markttag in Offida.

Ich wusste das im Vorfeld nicht, freu mich aber riesig darüber. Denn Markttag ist immer etwas Besonderes. Fahrende Händler bieten ihre Ware jeden Tag in einem anderen Ort an. Für Urlauber ist es eine der typisch italienischen Attraktionen. Was immer du zu Hause vergessen hast – oder immer schon mal kaufen wolltest – hier findest du es! Schicke Schuhe, leichte Kleidung für den Sommer, warme Pullis und Jacken für den Winter, Unter- und Bettwäsche, Utensilien für die Küche, Werkzeug, Kosmetika und … last but not least … Lebensmittel. All das gibt es heute in Offida. Und das nicht nur an einem zentralen Platz (wie das sonst so üblich ist), sondern über den ganzen Ortskern verteilt. Ein Eldorado für Schnäppchenjäger. Ein Eldorado auch für mich.

Ich brauche dringend einen Kochlöffel und Trinkgläser für mein Appartement. Denn als ich dort vor fünf Tagen eingezogen bin, fand ich – neben Tellern und Besteck – folgendes in der Küche vor:

  • 6 Weingläser und 1 Korkenzieher
  • 1 Flasche Rotwein und 2 Flaschen Weißwein (gut gekühlt)
  • 1 neapolitanische Mokka-Maschine und 2 Mokka-Tassen
  • 1 großer Kochtopf für Nudeln und das dazugehörige Nudelsieb

Scheint, als ob meine italienische Vermieterin ganz andere kulinarische Prioritäten hat, als ich. Bei mir zählen ein Häferl, um Teewasser aufzusetzen, und Wassergläser irgendwie zu den Survival-Basics. Genauso wie 3-lagiges Klopapier, für das man in Italien oft weit fahren muss. Irgendwie kommen die Italiener mit hauchdünnen Papierfetzchen zurecht. Ogott, diesbezüglich bin ich wirklich sehr „deutsch“.

Zugegeben, die Italiener benutzen das Bidet, um sich den Allerwertesten zu putzen (und ich wasche mir mit Vorliebe meine schmutzigen Füße und danach meine verschwitzten Socken darin). Aber ich habe mich immer gefragt, womit sie die „Popowaschanlage“ eigentlich betreiben? In all meine italienischen Jahren konnte ich nicht ein einziges Mal einen Waschlappen oder ähnlich geartetes Werkzeug dort feststellen. Naja – ob einlagiges Klopapier oder mit nackten Händen macht nun auch keinen großen Unterschied. 😊😊😊

Ich schweife ab, scusa.

Wie gesagt, zum Glück ist heute Markttag in Offida und ich bekomme fast alles, was in meinem Urlaubshaushalt noch so fehlt. Schnell verstaue ich die Dinge im Auto. Denn so habe ich die Hände fürs richtige Shopping frei – unzählige Klamottenstände laden zum Stöbern ein. Es macht Spaß, die bunten Sommerkleider herauszuholen, mir das eine oder andere Stück vor den Körper zu halten und ein spannendes Zwiegespräch mit meinem Spiegelbild zu führen. Meistens sagt es so Sachen wie: „Die Farbe steht dir nicht, häng das sofort wieder zurück!“ oder „Dafür bist du nun wirklich schon zu alt!“. Ja, und meistens höre ich auch zu. Aber heute nicht. Heute hab ich zugeschlagen und mir ein pink-türkisfarbenes superleichtes Anti-Hitze-Outfit gekauft! Macht mich zwar auch nicht jünger, aber dafür noch fröhlicher.

Punkt 13:00 Uhr fangen die Händler an, alles einzupacken und ihre Stände abzubauen. Es ist zu früh, um eine Besichtigungs- und Foto-Tour zu starten, denn all die schönen Gässchen und Gebäude sind noch mit den Transportern vollgestellt. Was also tun? Ganz einfach: Ich gehe Mittagessen. Der Blick in die Speisekarte der Osteria an der wunderhübschen zentralen Piazza del Popolo (Volksplatz) reicht, dass mir das Wasser im Mund zusammenläuft. Das Essen auf dem Teller hält, was „il Menu“ (die Karte) verspricht. Sie sind super lecker, die hausgemachten Nudeln mit Bolognese-Sauce. Traditionelle, einfache italienische Küche – immer ein Garant für lukullischen Genuss.

„Nach dem Essen sollst du ruh´n, oder 1000 Schritte tun“, sagt ein altes Sprichwort. In Ermangelung eines Bettes habe ich mich also auf den Weg gemacht und den entzückenden Ort mit seinen schönen steinernen Kirchen und Palästen erwandert. Immer wieder stößt man an ein Ende des Ortes und kann vor da aus einen fantastischen Rundum-Blick über die Umgebung genießen.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt: Es sind knapp 6000 Schritte geworden. Das macht umgerechnet einen Verbrauch von etwa 350 Kalorien, die ich zum Abschluss dieser Tour sofort mit einem Becher Eis wettmache. Wobei Eis laut Dr. Eckhart von Hirschhausen gar keine Kalorien hat. Denn die Kalorie ist eine Wärmeeinheit … und warm war mein Eis definitiv nicht.

Mittlerweile ist es 17 Uhr geworden. Von Offida fahre ich direkt nach Grottammare hinunter, dem stylischen Küstenort an der Palmenriviera, in dem die Hautevolee zu Hause ist. Ich suche mir eine schattige Bank am Freistrand und hole den Laptop aus meinem Rucksack.

Während ich diesen Artikel schreibe, plätschern sanft die Wellen in nur 20 Metern Entfernung. Immer wieder fällt mein Blick auf die wunderbare Weite der tiefblauen Adria … die Lust, noch kurz darin einzutauchen, wächst. Also ist für heute Schluss mit Schreiben.

Vado a fare un tuffo nel mare – ich mach noch einen Sprung ins Wasser. A presto – bis bald.

Offida https://borghipiubelliditalia.it/borgo/offida/  

Grottammare https://borghipiubelliditalia.it/borgo/grottammare/

PS. Übersetzung Deutsch-Österreichisch: Gugelhupf ist ein traditioneller österreichischer Kuchen – schmeckt super zu Kaffee und Tee. Unbedingt mal kosten! Unter einem Häferl verstehen wir eine größere Tasse, aus der man Kaffee oder Tee trinken kann.

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