oder: Was meine Neujahrsvorsätze für 2026 mit deinem Buch zu tun haben
Übersicht:
- Wenn das Buch immer warten muss, bis „alles andere erledigt ist“
- Ich schreibe einfach drauflos. Wird schon werden.
- Ich kann das alleine. Schließlich bin ich Expert:in.
- Hallo Perfektionismus, kennen wir uns?
- Ich verliere unterwegs einfach die Lust
- Vielleicht war es einfach nicht der richtige Zeitpunkt
- Ich brauche einen Rahmen, der funktioniert
- Der Unterschied zwischen Wollen und Tun
Jänner ist ein Monat voller Hoffnung: Ich sitze da, ein frisches Jahr vor mir, der Kalender noch verdächtig leer und mache das, was viele von uns machen: Ich formuliere Neujahrsvorsätze.
Für 2026 stehen bei mir auf der Liste:
- Fünf Kilo abnehmen.
- Dreimal pro Woche Sport.
- Weniger Zeit vorm Computer verbringen.
- Dafür mehr Zeit für Freunde und Familie.
- Und mehr reisen (ich bin jetzt stolze Besitzerin eines Klimatickets!).
Während ich diese Liste durchlese denke ich mir lächelnd: interessant. Die kenne ich doch. Liest sich verdächtig ähnlich wie meine Vorsätze für 2025. Und 2024. Und wenn ich ehrlich bin, auch für die Jahre davor … 🙈
Das heißt ja nicht, dass mir diese Dinge nicht wichtig wären. Ganz im Gegenteil. Gerade deshalb schreibe ich sie ja immer wieder auf.
Ich habe den leisen Verdacht, dass du das auch kennst. Stimmt’s oder habe ich recht?
Erstaunlich oft taucht bei Coaches, Beratern und anderen Expert:innen jährlich der wiederkehrende Neujahrsvorsatz auf, endlich ein Buch zu schreiben. Weil das Veröffentlichen eines Buches ein wichtiges Ziel zur Positionierung, Sichtbarkeit und zur Stärkung der eigenen Marke ist.
„Dieses Jahr schreibe ich wirklich mein Buch.“
Der Gedanke ist da. Klar. Kraftvoll. Fast feierlich. Dieses Jahr ist es wirklich soweit! Denn das Buch geistert schon lange in deinem Kopf herum. Vielleicht sogar schon seit Jahren. Du hast Erfahrung gesammelt, Fehler gemacht, Gespräche geführt, Methoden entwickelt, Lösungen gefunden. Und irgendwann kommt dieser Moment, oft rund um den Jahreswechsel, in dem du spürst: Jetzt wäre es dran.
Das fühlt sich gut an. Motiviert. (Fast so wie neue Laufschuhe am 1. Jänner. 😉)
Das Problem ist nur: Ein gutes Gefühl ist noch kein Projekt. Viele Buchprojekte scheitern nicht, weil sie schlecht gedacht sind, sondern weil sie auf der Ebene des Vorsatzes stehen bleiben. Der Unterschied zwischen „Ich will ein Buch schreiben“ und „Ich schreibe dieses Buch“ ist nicht das Wörtchen „wollen“. Es ist eine Entscheidung. Eine, die Konsequenzen hat für Zeit, Fokus und Prioritäten. Solange das Buch ein (Neujahrs-)Vorsatz bleibt, konkurriert es mit allem anderen. Und verliert leider oft.
In den vergangenen Jahren habe ich Dutzende von Expert:innen begleitet, die ihr Buch verwirklichen wollten. Dabei sind mir immer wieder dieselben Muster begegnet, nämlich sieben konkrete Gründe, warum aus dem Buchtraum nichts wird. Die gute Nachricht: Jeder dieser Stolpersteine lässt sich umgehen, wenn du weißt, wie. Von mir gibt’s dazu in diesem Artikel wertvolle Tipps.
1. Das Buch muss warten, bis „alles andere erledigt ist“
Denn dann kommt der Alltag. Und mit ihm Kundentermine, Projekte, Familie, Dinge, die dringend sind und (scheinbar) nicht warten können. Und irgendwo dazwischen liegt der Gedanke an dein Buch: „Heute nicht.“ „Diese Woche ist zu voll.“ „Nach dem nächsten Projekt.“
Das Buch ist erstaunlich brav. Es drängelt nicht. Es macht keinen Lärm. Es schickt keine Mahnungen. Leider. 😉 Denn genau deshalb rutscht es immer weiter nach hinten. Nicht, weil du es nicht willst. Sondern weil du ihm keinen festen Platz gibst.
Was dahintersteckt
Im Dezember saß mir eine Organisationsberaterin gegenüber. Seit drei Jahren will sie ihr Buch schreiben. Drei Jahre. Die ersten 47 Seiten gibt es schon, verteilt über verschiedene Dokumente. Ihre Ausrede? „Ich warte, bis das große Kundenprojekt abgeschlossen ist. Dann habe ich mehr Zeit.“
Als ich nachfragte: „Und was passiert dann?“, lachte sie verlegen: „Dann kommt wahrscheinlich das nächste große Projekt.“
Genau das ist der Punkt. Es wird nie den perfekten Moment geben, an dem plötzlich drei Monate Leerlauf in deinem Kalender stehen und du in Ruhe dein Buch schreiben kannst. Dieser Moment existiert nicht. Nicht für Selbstständige, nicht für Angestellte mit und ohne Familie, nicht für Menschen, die ein echtes Leben führen.
✅ Was wirklich funktioniert
Ein Buch entsteht nicht dann, wenn alles andere erledigt ist. Es entsteht, wenn du ihm die notwendige Priorität gibst, auch wenn nicht alles erledigt ist. Konkret heißt das:
a) Blocke dir fixe Schreibzeiten im Kalender:
Nicht „irgendwann am Dienstag oder Donnerstag“, sondern „Dienstag, 6:00 bis 7:30 Uhr“ oder „Donnerstag, 14:00 bis 16:00 Uhr“. Behandle diese Termine wie Kundentermine: nicht verschiebbar.
Ein Beispiel aus meiner Praxis: Meine Buch-Buddy schreibt jeden Montag und Mittwoch von 5:30 bis 7:00 Uhr, bevor der Rest der Familie aufwacht. Sind das die idealsten Zeiten? Nein. Ist sie manchmal müde? Ja. Aber in diesen 90-Minuten-Blöcken entstehen durchschnittlich 800-1200 Wörter. Das sind 1600-2400 Wörter pro Woche. In drei Monaten hat sie damit ein Manuskript von 20.000-30.000 Wörtern – ein komplettes Buch.
Übrigens: Ich persönlich schreibe gerne am Wochenende, wenn kein Telefon läutet und ich mir meine Zeit völlig frei einteilen kann. Da sind pro Wochenende schon mal 15-20 Seiten drin.
b) Die 90-Minuten-Regel:
Plane keine Marathon-Sessions von vier Stunden. Die scheitern fast immer. 90 Minuten reichen völlig aus, um in einen Schreibflow zu kommen und substanziell voranzukommen. Der Trick ist nicht die Länge der einzelnen Session, sondern die Regelmäßigkeit.
c) Der Vertrag mit dir selbst:
Schreib dir einen echten Vertrag. Ja, wirklich. „Ich, [dein Name], verpflichte mich, von Januar bis März jeden [Tag] und [Tag] von [Zeit] bis [Zeit] an meinem Buch zu arbeiten. Diese Zeit ist unantastbar. Ich informiere meine Familie/mein Team über diese Zeiten.“
Unterschreibe diesen Vertrag. Hänge ihn sichtbar auf. Das klingt vielleicht kindisch, aber es funktioniert, weil es das Buch von einem diffusen Wunsch zu einer konkreten Verpflichtung macht.
2. Ich schreibe einfach drauflos. Wird schon werden.
(Spoiler: wird es meistens nicht)
Am Anfang läuft es oft überraschend gut. Ein paar Seiten entstehen. Ideen fließen. Geschichten tauchen auf. Es macht Spaß. Und dann, plötzlich, stockt es. Nicht aus Mangel an Wissen, sondern aus Mangel an Planung.
Die Realität des planlosen Schreibens
Ein Unternehmensberater erzählte mir neulich: „Ich habe 83 Seiten geschrieben. Dann habe ich sie meiner Frau zum Lesen gegeben. Sie sagte: ‚Interessant. Aber worum geht es eigentlich?‘ Ich konnte es ihr nicht in ein paar Sätzen sagen und mir wurde klar, dass ich mir dessen selbst noch nicht ganz sicher bin.“
Das ist kein Einzelfall. Ich erlebe das ständig. Menschen schreiben los, voller Energie, und produzieren Dutzende Seiten. Aber diese Seiten haben keine Richtung. Es sind Gedankensammlungen, Anekdoten, Methoden – alles nebeneinander, ohne roten Faden.
Das Problem: Nach 40, 50, 80 Seiten merkst du, dass irgendetwas nicht stimmt. Du weißt nur nicht was. Also fängst du an umzustrukturieren. Verschiebst Kapitel. Löschst Abschnitte. Schreibst neu. Und irgendwann bist du so frustriert, dass du das ganze Projekt in einen Ordner namens „Buchprojekt alt“ packst und aufgibst.
✅ Was wirklich funktioniert
Was gehört rein? Was nicht? Wo führt das hin? Ohne Struktur wird Schreiben anstrengend. Das hat nichts mit Kreativität zu tun, sondern mit Orientierungslosigkeit.
Viele verwechseln Planung mit Einschränkung. Dabei ist sie das Gegenteil. Eine gute Struktur nimmt Druck raus. Sie gibt Halt. Sie sorgt dafür, dass du nicht jedes Mal bei null beginnst.
a) Die Ein-Satz-Regel:
Bevor du auch nur ein Wort deines Buches schreibst, formuliere einen einzigen Satz: Worum geht es in deinem Buch? Ein Beispiel: „Dieses Buch zeigt Führungskräften in KMU, wie sie in sechs Monaten eine Feedback-Kultur etablieren, die Mitarbeiterbindung messbar erhöht.“ Oder: „Dieses Buch hilft selbstständigen Beraterinnen, ihre Honorare zu verdoppeln, ohne mehr zu arbeiten.“
Dieser Satz ist dein Nordstern. Alles, was du schreibst, muss zu diesem Satz passen. Wenn ein Kapitel, eine Anekdote, ein Beispiel nicht darauf einzahlt … raus damit!
b) Die Kapitelstruktur in drei Schritten:
- Erstelle eine Mindmap deiner Kernthemen: Nimm ein großes Blatt Papier (oder ein digitales Tool wie Miro oder MindMeister) und schreib alle Themen auf, die in dein Buch gehören könnten. Alles. Ungefiltert. Du wirst wahrscheinlich 30-40 Themen haben.
- Clustere nach Zusammengehörigkeit: Welche Themen gehören zusammen? Markiere sie mit derselben Farbe. Du wirst feststellen, dass sich etwa 5-8 große Cluster bilden. Das sind deine Kapitel.
- Definiere die Lernreise: In welcher Reihenfolge muss deine Leserin diese Kapitel lesen, damit sie die Transformation durchmacht, die dein Buch verspricht? Das ist deine Kapitelreihenfolge.
c) Das Kapitel-Template:
Jedes Kapitel folgt derselben Struktur, zum Beispiel dieser: Problem/Herausforderung (Was ist das Problem?), Einsicht/Perspektivenwechsel (Warum entsteht dieses Problem?), Lösung/Methode (Wie löst man es konkret?), Praxisbeispiel (Wie sieht das in der Realität aus?), Übung/Reflexion (Wie kann die Leserin das selbst umsetzen?). Diese Struktur gibt dir einen klaren Rahmen für jedes einzelne Kapitel. Du weißt immer, was als Nächstes kommt.
Dein Buch braucht kein Korsett. Aber es braucht einen Rahmen.
3. Ich kann das alleine. Schließlich bin ich Expert:in.
Das ist ein Satz, den ich sehr gut kenne. Expert:innen sind es gewohnt, Verantwortung zu tragen, Lösungen zu finden und Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Genau diese Stärke wird beim Buch oft zur Bremse.
Warum Expert:innen oft scheitern
Hier ist die paradoxe Wahrheit: Je mehr du Expert:in auf deinem Gebiet bist, desto schwerer fällt dir oft das Schreiben. Warum? Weil du zu viel weißt. 🔬 Du siehst alle Nuancen, alle Ausnahmen, alle Spezialfälle. Du willst nichts weglassen. Du willst präzise sein. Vollständig. Korrekt.
Ein Steuerberater, den ich begleitet habe, schrieb an seinem ersten Kapitel über „Grundlagen der Steuererklärung“ sechs Wochen lang. Sechs Wochen. Das Kapitel hatte am Ende über 40 Seiten. Warum? Weil er jede mögliche Ausnahme, jede Sonderregelung, jeden Spezialfall erklären wollte. Das Ergebnis war unlesbar.
Das Problem: Du bist zu nah dran. Du kannst nicht mehr unterscheiden, was für deine Leserschaft relevant ist und was nur für dich als Expertin interessant ist.
✅ Was wirklich funktioniert
Klar kannst du das Projekt alleine angehen, aber es ist „zach“. Es geht langsamer, ist mühsamer und mit unnötigen Umwegen verbunden, als mit professioneller Begleitung an deiner Seite. Die Arten von Unterstützung, die du wirklich brauchst, sind vor allem:
a) Jemand, der die „dummen“ Fragen stellt.
Du brauchst eine Person, die nicht aus deinem Fachgebiet kommt und fragt: „Was meinst du damit?“ „Kannst du das nochmal anders erklären?“ „Warum ist das wichtig?“ Diese Fragen sind Gold wert, weil sie dich zwingen, aus deiner Expertenblase rauszukommen und so zu schreiben, dass es deine Zielgruppe versteht.
b) Jemand, der dich zur Struktur „zwingt“.
Eine externe Person sieht sofort, wenn du abschweifst, wenn ein Kapitel zu lang wird, wenn die Reihenfolge nicht logisch ist. Du selbst siehst das nicht mehr, weil du mitten im Wald stehst.
c) Jemand, der dich durch den Mittelteil begleitet.
Rund um Seite 60-80 kommt bei fast allen der Durchhänger. Das ist der Punkt, wo die meisten aufgeben. Du brauchst jemanden, der sagt: „Weitermachen. Du bist auf dem richtigen Weg.“
d) Eine Gruppe Gleichgesinnter.
Andere zu sehen, die ebenfalls schreiben, die ebenfalls kämpfen, die ebenfalls Fortschritte machen – das ist unbezahlbar. Es macht dein Projekt von einem einsamen Kampf zu einer gemeinsamen Reise.
Unterstützung heißt nicht, dass du es nicht kannst. Sie heißt, dass du dir erlaubst, es besser zu machen. In der BuchLounge bekommst du alles, was dir wirklich hilft: professionelle Struktur, Inputs, Vorlagen, Feedback und wertvollen Austausch.
4. Hallo Perfektionismus, kennen wir uns?
Perfektionismus kommt selten mit erhobenem Zeigefinger. Er kommt gekämmt und geschniegelt daher: „Das geht doch noch besser.“ „Das muss ich noch überarbeiten.“
Ein Sportwissenschaftler zeigte mir sein Manuskript. Er hatte die ersten drei Kapitel geschrieben. Jedes Kapitel hatte er mindestens fünf Mal überarbeitet. Das sind insgesamt 15 Mal. Das Problem: Er hatte noch elf weitere Kapitel vor sich. Bei diesem Tempo würde sein Buch frühestens in drei Jahren fertig sein.
Ich fragte ihn: „Was muss passieren, damit ein Kapitel fertig ist?“ Er schaute mich an und sagte: „Ich weiß es nicht. Es fühlt sich nie fertig an.“
Das ist die Perfektionismus-Falle. Es geht nicht darum, dass der Text besser wird. Es geht darum, dass du Angst hast, ihn rauszugeben. Angst vor Kritik. Angst, nicht gut genug zu sein. Angst, dass jemand einen Fehler findet.
✅ Was wirklich funktioniert
Es vergehen viele Stunden, es fließt viel Energie. Viele Seiten entstehen … und verschwinden wieder. Perfektionismus fühlt sich engagiert an, ist aber oft nur eine elegante Form von Aufschub.
a) Die Zwei-Durchgänge-Regel:
Schreib jeden Abschnitt maximal zwei Mal. Erster Durchgang: Runter schreiben. Alles, was dir einfällt, kommt aufs Papier. Keine Selbstzensur. Zweiter Durchgang: Überarbeiten, straffen, klären. Dann ist es fertig. Punkt. Wenn du merkst, dass du ein drittes Mal über denselben Absatz gehst, stopp. Du bist in der Perfektionismus-Falle.
b) Die 80-Prozent-Philosophie: Dein Erstmanuskript muss nicht perfekt sein. Es muss zu 80 Prozent gut sein. Die letzten 20 Prozent holst du im Lektorat raus. Aber diese letzten 20 Prozent kosten dich 80 Prozent der Zeit. Das ist ineffizient. Mein Zugang: Schreib lieber drei Bücher, die zu 80 Prozent gut sind, als ein Buch, das perfekt ist und nie erscheint.
c) Die Veröffentlichungs-Deadline:
Setze dir ein konkretes Veröffentlichungsdatum. Und ich meine damit nicht „irgendwann im Herbst/Winter 2026″, sondern „am 15. Oktober 2026″. Dieser Druck zwingt dich, fertig zu werden. Perfektionisten hassen Deadlines, weil Deadlines sie zwingen, loszulassen. Genau deshalb brauchst du sie.
Ein Buch schreiben ist ein Prozess und kein Schönheitswettbewerb. 😉
5. Ich verliere unterwegs einfach die Lust
Die Mitte ist der ehrlichste Teil eines Buchprojekts. Der Anfangsrausch ist vorbei. Das Ende noch nicht in Sicht. Und plötzlich fragt man sich, warum man sich das überhaupt antut. Hier scheitern viele, ganz leise und unspektakulär.
So um Seite 60 kommt der kritische Punkt. Du hast schon viel geschrieben, aber du bist noch lange nicht fertig. Die anfängliche Euphorie ist verflogen. Das Schreiben fühlt sich an wie Arbeit. Schwere, mühsame Arbeit.
Ich selbst habe seit etwa einem Jahrzehnt ein Manuskript in der Lade (ähm … im Computer). Bei Seite 58 habe ich einfach aufgehört. Ich habe das Dokument zugemacht und seither nicht mehr angerührt.
Was war passiert? Ich dachte früher, Motivation sei eine konstante Ressource. Wie eine Tankfüllung, die dich von A nach B bringt. Ist sie aber nicht. Motivation ist launisch. Sie kommt in Wellen. Manchmal ist sie da, und manchmal eben nicht.
✅ Was wirklich funktioniert
Ja, Motivation ist launisch! Sie kommt und geht. Was bleibt, sind Routinen, Strukturen, Verbindlichkeit und die Verfolgung eines klaren Ziels. Und dafür gibt es von mir wieder jede Menge Tipps und Impulse:
a) Das Momentum-Prinzip:
Du brauchst kleine, regelmäßige Erfolge. Es geht nicht um einen großen Schreibtag im Monat, sondern um kleine Schreibeinheiten dreimal die Woche. Warum? Weil Momentum durch Regelmäßigkeit entsteht, nicht durch Intensität. Wenn du nur einmal im Monat schreibst, musst du jedes Mal wieder reinkommen, dich erinnern, wo du warst, was du sagen wolltest. Das kostet Energie. Wenn du drei Mal pro Woche schreibst, bleibst du drin und behältst den roten Faden.
b) Die Fortschritts-Visualisierung:
Mach deinen Fortschritt sichtbar. Eine Teilnehmerin hat sich eine Excel-Tabelle gebaut mit allen Kapiteln und Unterkapiteln. Jedes Mal, wenn sie einen Abschnitt fertig geschrieben hat, färbt sie die Zelle grün. Das ist simpel, aber wirksam. Sie sieht, wie ihr Buch wächst. Sie sieht, dass sie vorankommt. Das gibt ihr Energie für die nächste Session.
c) Der/Die Buch-Partner:in:
Such dir jemanden, dem du regelmäßig Rechenschaft ablegst. Das kann ein Buch-Buddy sein, eine Freundin, ein Kollege, die BuchLounge Jeden Montag schickst du eine kurze Nachricht: „Diese Woche habe ich 2000 Wörter geschrieben“ oder „Diese Woche habe ich Kapitel 4 fertiggestellt“. Diese externe Verbindlichkeit ist ein Gamechanger. Du schreibst nicht mehr nur für dich, sondern auch für diese Person. Und die willst du nicht enttäuschen.
d) Die Belohnung zwischendurch:
Feiere Meilensteine. Kapitel 3 fertig? Gönn dir einen Kaffeehausbesuch. Die Hälfte geschafft? Nimm dir einen freien Tag. Buch fertig? Mach eine Woche Urlaub. Dein Gehirn braucht positive Verstärkung. Schreiben ist echte Arbeit, belohne dich dafür.
6. Vielleicht war es einfach nicht der richtige Zeitpunkt
Der falsche Zeitpunkt ist ein treuer Begleiter. Und er ist fast immer da. „Wenn die Kinder größer sind, dann schreibe ich endlilch das Buch.“ „Wenn ich weniger Kunden habe, dann habe ich Zeit.“ „Wenn ich im Urlaub bin, dann …“
Ich habe eine unangenehme Wahrheit für dich: Dieser perfekte Zeitpunkt kommt nicht. Das ist nur eine Ausrede. Wenn die Kinder größer sind, sind sie in der Pubertät und brauchen dich auf andere Weise. Wenn du weniger Kunden hast, machst du dir Sorgen um dein Einkommen. Und wenn du in Urlaub bist, solltest du ausspannen.
Das Leben wird nicht plötzlich ruhiger. Im Gegenteil. Meistens wird es voller, komplexer, anspruchsvoller. Aber Projekte können trotzdem entstehen – wenn sie in einen Rahmen eingebettet sind, der mit dem Leben funktioniert.
✅ Was wirklich funktioniert
a) Integration statt Isolation:
Viele denken, sie bräuchten einen Schreiburlaub auf einer einsamen Insel, um ihr Buch zu schreiben. Das ist Quatsch.
- Nicht: Dein Leben muss sich um dein Buch drehen.
- Sondern: Dein Buch muss in dein Leben passen.
Das bedeutet konkret: Finde Schreibzeiten, die mit deinem Alltag kompatibel sind. Früh morgens. In der Mittagspause. Drei Abende pro Woche. Freitagnachmittag. Sonntagvormittag. Es sind die kleinen, regelmäßigen Zeitfenster, die den Unterschied machen.
b) Die Puffer-Strategie:
Plane Puffer ein. Wenn du dir vornimmst, drei Mal pro Woche zu schreiben, plane fünf mögliche Zeitfenster ein. Dann hast du Flexibilität, wenn etwas dazwischen kommt. Mitarbeiter krank? Okay, dann nicht Dienstag, sondern Freitag. Notfall-Kundentermin? Dann nicht Donnerstag, sondern Samstag. Diese Flexibilität macht das Projekt robust gegen die Unwägbarkeiten des Lebens.
c) Die Kommunikation mit dem Umfeld:
Sprich mit deiner Familie, deinem Team, deinen wichtigsten Menschen. Sag ihnen: „Mir ist dieses Buch wichtig. Ich brauche diese Zeiten dafür. Könnt ihr mich dabei unterstützen?“ Du wirst überrascht sein, wie viel Unterstützung du bekommst, wenn du klar kommunizierst. Menschen wollen dir helfen. Aber sie müssen wissen, wie.
7. Ich brauche einen Rahmen, der funktioniert
Und genau deshalb habe ich die BuchLounge ins Leben gerufen. Als strukturierten Raum für Menschen, die ihr Buch nicht länger auf später verschieben wollen. Nach Jahren der Begleitung von Expert:innen beim Buch schreiben habe ich ein Muster erkannt: Die meisten scheitern nicht am Schreiben selbst, sondern am Drumherum. An fehlender Struktur, fehlender Verbindlichkeit, fehlendem Austausch.
Die BuchLounge ist die Antwort darauf. Es ist kein Schreibkurs im klassischen Sinne. Es ist ein Ökosystem, das alle sieben Stolpersteine ausmerzt:
👉 Gegen Prokrastination: Fixe Termine, klare Meilensteine, regelmäßige Check-ins. Du hast einen konkreten Plan, wann was fertig sein muss.
👉 Gegen Planlosigkeit: Bewährte Struktur-Templates, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, konkrete Frameworks für jeden Buchtyp.
👉 Gegen Solo-Kämpfe: Eine Gruppe von Gleichgesinnten, die denselben Weg gehen. Plus professionelles Feedback, das dich weiterbringt.
👉 Gegen Perfektionismus: Klare Qualitätskriterien, die dir sagen, wann gut gut genug ist. Plus die Erlaubnis, unperfekt zu sein. 😉
👉 Gegen Motivationslöcher: Regelmäßiger Austausch, gegenseitige Unterstützung, sichtbare Erfolge.
👉 Gegen den „falschen Zeitpunkt“: Ein Programm, das mit deinem Leben funktioniert und nicht gegen dein Leben arbeitet.
👉 Gegen Unverbindlichkeit: Ein klarer Rahmen mit konkreten Verpflichtungen und einem definierten Ziel:
🎯 Dein fertiges Manuskript. Mit professioneller Begleitung von der Idee bis zur Veröffentlichung.
Für wen die BuchLounge richtig ist
Sie ist nichts für dich, wenn du nur mit dem Gedanken spielst, vielleicht irgendwann mal ein Buch zu schreiben. Sie ist für dich, wenn:
- Du weißt, dass du dieses Expertenbuch schreiben willst (oder musst, z. B. um dich vom Mitbewerb abzuheben)
- Du bereit bist, Zeit zu investieren (nicht viel, aber regelmäßig)
- Du dir eingestehst, dass du Struktur und Begleitung brauchst
- Du dein professionelles Buch nicht in drei Jahren, sondern in den nächsten sechs bis neun Monaten in Händen halten willst.
Der Unterschied zwischen Wollen und Tun
Zurück zu meinen Neujahrsvorsätzen. Fünf Kilo abnehmen. Sport. Weniger Bildschirmzeit. Mehr Freunde und Familie. Mehr reisen. Was ist der Unterschied zwischen denen, die es schaffen, und denen, die Jahr für Jahr dieselben Vorsätze aufschreiben?
Es ist nicht Willenskraft. Es ist nicht Disziplin. Es ist nicht Motivation ->Es ist ein System!
Menschen, die abnehmen, haben einen Essensplan und gehen zu festen Zeiten ins Fitnessstudio. Menschen, die mehr reisen, haben ihre Reisen im Kalender eingetragen und Tickets gebucht. Menschen, die mehr Zeit mit Freunden verbringen, haben fixe Dinner-Termine in der Agenda.
Dein Buch ist genauso. Es braucht kein Mehr an Motivation. Es braucht ein System, das funktioniert.
Wenn du spürst, dass dein Buch mehr ist als ein guter Vorsatz, dann findest du hier den passenden Rahmen. Klicke jetzt auf die BuchLounge und informiere dich über die konkreten Inhalte und Konditionen. Oder kontaktiere mich persönlich.
Denn wenn dein Buchprojekt bisher nicht funktioniert hat, lag es nicht an dir, sondern am Setup. Und das lässt sich ändern. Denn die Frage ist nicht, ob du ein Buch in dir hast. Die Frage ist, ob du bereit bist, ihm den Raum zu geben, den es braucht, um zu entstehen.
Über die Autorin
Marie Fröhlich ist Autorin von sechs Amazon-Bestseller-Büchern und erfahrene Selfpublishing-Strategin. Sie zeigt Unternehmer:innen vor allem aus dem Bereich Coaching, Beratung und Therapie, wie sie ein Buch schreiben und veröffentlichen, das zu ihrem stärksten Marketing-Instrument wird, und begleitet sie durch den gesamten Prozess. Zahlreiche Expertinnen und Experten haben mit ihrer Unterstützung bereits erfolgreich ihr Ratgeber- oder Sachbuch veröffentlicht, es gezielt für Positionierung und Sichtbarkeit genutzt und damit neue Aufträge generiert.
Marie ist Gründerin der BuchLounge, lebt in Wien, arbeitet aber mit Kunden weltweit (Deutsch & Italienisch).

